Was ist Französisch als Fremdsprache (FLE)?

Was ist Französisch als Fremdsprache (FLE)?

Kurz gesagt: „Französisch als Fremdsprache“ (FLE) bezeichnet das Lehren und Lernen der französischen Sprache durch Personen, für die Französisch nicht die Muttersprache ist und die diese Sprache außerhalb eines Kontexts erlernen, in dem Französisch die Alltagssprache ist. Es handelt sich dabei sowohl um ein pädagogisches Fachgebiet als auch um eine Zielgruppe von Lernenden und einen Berufsbereich, der durch Kompetenzstufen (A1 bis C2) und anerkannte Zertifikate (DELF, DALF, TCF, TEF) strukturiert ist.

1. Definition des FLE

„Französisch als Fremdsprache“, abgekürzt FLE, umfasst alle Maßnahmen, die es einem nicht französischsprachigen Publikum ermöglichen, Französisch zu erlernen: Methoden, Lehrmaterialien, Kurse und Leistungsüberprüfungen.

Der Begriff „Fremdsprache“ ist von Bedeutung: Er bedeutet, dass der Lernende meist in einem Umfeld lebt, in dem Französisch nicht die alltägliche Verkehrssprache ist. Ein brasilianischer Student, der in São Paulo Französisch lernt, eine japanische Berufstätige, die Online-Kurse besucht, oder ein spanischer Gymnasiast, der Französisch als zweite Fremdsprache wählt – sie alle fallen unter den Bereich FLE.

Französisch als Fremdsprache (FLE) ist sowohl ein Forschungsgebiet (Sprachdidaktik) als auch ein Berufsfeld: FLE-Lehrer, Ausbilder, Entwickler von Unterrichtsmaterialien, pädagogischer Leiter in einem Sprachzentrum.

2. FLE, FLS, FLM: Worin bestehen die Unterschiede?

Diese drei Abkürzungen werden häufig verwechselt. Sie beziehen sich jedoch auf unterschiedliche Lernsituationen.

AbkürzungBedeutungÖffentlichHintergrund
FLMFranzösisch als MutterspracheKinder und Erwachsene, deren Muttersprache Französisch istFranzösisch ist die erste erlernte Sprache
FLEFranzösisch als FremdspracheNicht französischsprachige LernendeFranzösisch wird als eine Sprache unter vielen gelernt, häufig außerhalb französischsprachiger Länder
FLSFranzösisch als ZweitsprachePersonen, die in einem französischsprachigen Umfeld leben, ohne dass Französisch ihre Muttersprache istFranzösisch ist im Alltag unverzichtbar (Schule, Arbeit, Behördengänge)

Der FLS richtet sich beispielsweise an fremdsprachige Schüler, die in Frankreich zur Schule gehen, oder an Menschen aus Ländern, in denen Französisch Amtssprache oder Unterrichtssprache ist. Der FLE entspricht eher einer Entscheidung oder einem Vorhaben: Studium, Reise, berufliche Laufbahn, kulturelles Interesse.

3. Wer lernt Französisch als Fremdsprache?

Die Zielgruppe des Französischunterrichts als Fremdsprache ist sehr vielfältig:

    • Studierende, die an einer französischsprachigen Universität oder Hochschule studieren möchten;
    • Fachkräfte, die Französisch benötigen, um mit französischsprachigen Partnern zusammenzuarbeiten oder sich in Frankreich niederzulassen;
    • Erwachsene, die einen Umzug oder einen Aufenthaltswechsel planen und einen Aufenthalt, einen Behördengang oder einen Antrag auf Einbürgerung vorbereiten;
    • Reisende und Liebhaber der französischen Kultur (Kino, Literatur, Gastronomie, Geschichte);
    • Junge Lernende, sei es im schulischen Rahmen oder in außerschulischen Kursen.

Da die Beweggründe und Ziele unterschiedlich sind, werden die pädagogischen Ansätze entsprechend angepasst: Allgemeines Französisch, akademisches Französisch, Französisch für spezifische Zwecke (FOS) oder Vorbereitung auf Prüfungen.

4. Die Niveaustufen des Französisch als Fremdsprache (FLE) gemäß dem GERS

Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) gliedert den Sprachlernprozess in sechs Stufen, vom Anfänger bis zum geübten Sprachbenutzer.

StufeKategorieWas der Lernende beherrscht (zusammengefasst)
A1EinführungSich vorstellen, sehr gebräuchliche Ausdrücke verstehen und anwenden
A2AlltagssprachkompetenzKommunikation in einfachen und alltäglichen Situationen (Einkaufen, grundlegende Behördengänge)
B1GrundstufeSich in den meisten Reisesituationen zurechtfinden, von einem Erlebnis berichten, seine Meinung äußern
B2Fortgeschritten / selbstständigArgumentieren, komplexe Texte verstehen, sicher kommunizieren
C1SelbstständigSich in sozialen, akademischen oder beruflichen Kontexten spontan und strukturiert ausdrücken
C2BeherrschungPraktisch alles, was gelesen oder gehört wird, mühelos verstehen und sich nuanciert ausdrücken

Diese Niveaustufen dienen als gemeinsamer Maßstab für Bildungseinrichtungen, Arbeitgeber und Hochschulen weltweit.

5. Zertifikate und Abschlüsse im Bereich Französisch als Fremdsprache (FLE)

Zum Nachweis eines Sprachniveaus gibt es verschiedene offizielle Abschlüsse und Zertifikate:

    • DELF (Diplôme d’études en langue française): Stufen A1, A2, B1 und B2. Ein lebenslang gültiges Diplom, das vom französischen Bildungsministerium ausgestellt wird.
    • DALF (Diplôme approfondi de langue française): Stufen C1 und C2. Ebenfalls lebenslang gültig.
    • TCF (Test de connaissance du français): Ein standardisierter Test, der das Sprachniveau des Teilnehmers auf der Skala von A1 bis C2 einstuft. Je nach Zweck (Studium, Staatsangehörigkeit, Einwanderung nach Kanada usw.) gibt es verschiedene Versionen. Die Ergebnisse sind nur für einen begrenzten Zeitraum gültig.
    • TEF (Test d’évaluation de français): Ein von der CCI Paris Île-de-France angebotener Test, der auch für Studienzwecke, Einwanderungsangelegenheiten oder die Einbürgerung herangezogen wird.

Die Wahl hängt von Ihrem Vorhaben ab: Bewerbung für ein Studium, Behördengänge, berufliche Weiterentwicklung. Es wird empfohlen, vor der Anmeldung die genauen Anforderungen der jeweiligen Stelle zu prüfen.

6. Wie läuft ein Französischkurs für Ausländer ab?

Ein Französischkurs für Ausländer (FLE) fördert die vier Sprachkompetenzen in ausgewogener Weise:

    • Hörverständnis: Dialoge, Reportagen und Gespräche anhören;
    • Leseverständnis: Artikel, E-Mails und authentische Dokumente lesen;
    • Mündlicher Ausdruck: sprechen, sich austauschen, präsentieren, diskutieren;
    • Schriftlicher Ausdruck: Verfassen einer Nachricht, eines Briefes oder eines argumentativen Textes.

Hinzu kommen Wortschatz, Grammatik, Phonetik und die frankophone Kultur. Der heute vorherrschende Ansatz istder handlungsorientierte Ansatz: Der Lernende lernt durch die Bewältigung konkreter Aufgaben (eine Unterkunft buchen, an einer Besprechung teilnehmen, einen Lebenslauf verfassen) und nicht durch das Auswendiglernen einzelner Regeln.

Es gibt verschiedene Formate: Präsenzunterricht, Gruppen- oder Einzelunterricht, Online-Kurse, Sprachaufenthalte und hybride Lernangebote.

7. Warum sollte man Französisch lernen?

Französisch wird auf allen fünf Kontinenten gesprochen und zählt weltweit mehr als 300 Millionen Sprecher, was es zu einer der meistgesprochenen Sprachen der Welt macht. Es ist zudem Amts- oder Arbeitssprache zahlreicher internationaler Organisationen.

Die Vorteile für den Lernenden sind konkret:

    • Studium: Zugang zu anerkannten Universitäten und Hochschulen in Frankreich, Belgien, der Schweiz, Kanada und im französischsprachigen Afrika;
    • Berufliche Laufbahn: ein Vorteil für die Bereiche Luxusgüter, Tourismus, Luftfahrt, Diplomatie, Kultur und internationalen Handel;
    • Mobilität und Niederlassung: unverzichtbar, um in einem französischsprachigen Land zu leben, zu arbeiten oder sich dort zu integrieren;
    • Kulturelle Vielfalt: direkter Zugang zur französischsprachigen Literatur, zum Kino, zur Musik und zum französischen Denken.

8. Wie wählt man den richtigen FLE-Kurs aus?

Einige Kriterien, die Ihnen bei der Auswahl helfen sollen:

    • Legen Sie Ihr Ziel fest: Prüfungen, Studium, Arbeit, Reise oder Freizeit;
    • Lassen Sie Ihr Sprachniveau anhand eines Einstufungstests ermitteln, um in die richtige Gruppe eingeteilt zu werden;
    • Überprüfen Sie die Qualifikationen der Lehrkräfte: Master-Abschluss in Französisch als Fremdsprache (FLE), praktische Erfahrung, Kenntnisse der Prüfungen;
    • Beachten Sie die Methode: Der Schwerpunkt liegt auf mündlichem Ausdruck, praktischen Übungen und realen Situationen;
    • Vergleichen Sie die Kursformate (Präsenz, Fernunterricht, Intensivkurs, Hybridkurs) entsprechend Ihrem Stundenplan;
    • Achten Sie auf Qualitätssiegel, wie beispielsweise das vom französischen Staat für FLE-Zentren verliehene Siegel „Qualité français langue étrangère“.

9. Französisch als Fremdsprache in Tours beim Institut de Touraine lernen

Tours, im Herzen des Loire-Tals, ist seit langem ein beliebtes Reiseziel für Französischlernende: eine überschaubare Stadt mit lebhaftem Studentenleben, außergewöhnlichem Kulturerbe (die Schlösser der Loire, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Loiretal) sowie den Ruf einer Stadt, in der ein klares Französisch gesprochen wird, das für Lernende angenehm zu hören ist.

Das Institut de Touraine empfängt Lernende aus aller Welt und bietet Französischkurse als Fremdsprache an, die auf die jeweiligen Ziele zugeschnitten sind: Allgemeines Französisch, Intensivkurse, Vorbereitung auf DELF/DALF/TCF, Business-Französisch, Sprachaufenthalte …

Was der Aufenthalt in Tours bietet:

    • Tägliche Anwendung der französischen Sprache außerhalb des Unterrichts (Geschäfte, öffentliche Verkehrsmittel, kulturelle Aktivitäten);
    • Begegnungen mit Lernenden vieler verschiedener Nationalitäten, wobei Französisch als gemeinsame Sprache dient;
    • Entdeckung der französischen Kultur durch die Gastronomie, die Geschichte und Besichtigungen in der Region;
    • Individuelle Betreuung: Einstufungstest bei Kursbeginn, Überwachung der Fortschritte, Beratung hinsichtlich der angestrebten Zertifizierung.
Was bedeutet FLE?

FLE steht für „Französisch als Fremdsprache“. Die Abkürzung bezeichnet den Französischunterricht für Personen, deren Muttersprache nicht Französisch ist.

Der FLE richtet sich an Lernende, die in der Regel in einem nicht französischsprachigen Umfeld leben. Der FLS richtet sich an Personen, die in einem französischsprachigen Umfeld leben, in dem Französisch für den Alltag notwendig ist, ohne dass es ihre Muttersprache ist.

Dies hängt von der Muttersprache des Lernenden, seinem Lerntempo, seinem Kontakt mit der französischen Sprache und dem angestrebten Niveau ab. Als Richtwert gilt, dass in der Regel mehrere hundert Unterrichtsstunden erforderlich sind, um von A1 auf B2 voranzukommen. Regelmäßiges Üben ist dabei der entscheidende Faktor.

Wenn Sie ein lebenslang gültiges Zertifikat benötigen, sollten Sie sich für das DELF/DALF entscheiden. Für behördliche Angelegenheiten, Einwanderungszwecke oder Bewerbungen mit konkreten Anforderungen können der TCF oder der TEF verlangt werden: Erkundigen Sie sich bitte bei der zuständigen Stelle.

Tours bietet ein ideales Lernumfeld: eine ruhige und einladende Stadt, ein französischsprachiges Umfeld im Alltag, ein reichhaltiges kulturelles Leben und eine gute Anbindung an die Region der Loire-Schlösser. Das Institut de Touraine bietet eine auf Ihr Niveau und Ihre Ziele zugeschnittene Betreuung.

Französisch als Fremdsprache ist weit mehr als nur ein Sprachkurs: Es handelt sich um ein strukturiertes Fach, ein international anerkanntes Niveau-System und einen echten Hebel, um in der französischsprachigen Welt zu studieren, zu arbeiten und zu reisen. Ganz gleich, ob Sie Anfänger sind oder sich auf ein Abschlusszeugnis vorbereiten – entscheidend ist, dass Sie Ihr Ziel klar definieren und einen geeigneten Kurs auswählen.

Sind Sie bereit, Ihre Französischkenntnisse in Tours zu verbessern? Wenden Sie sich an das Institut de Touraine, um Ihr Sprachniveau einzuschätzen und unsere auf Ihre Ziele zugeschnittenen Kurse kennenzulernen.

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